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  • Revolutionäre Eisenherstellung reduziert CO2 und Koste

    Das Projekt

    Tata Steel betreibt eine Pilotanlage im niederländischen IJmuiden, die mithilfe eines neuartigen Verfahrens namens HIsarna flüssiges Eisen nahezu direkt aus Kraftwerkskohle und feinen Eisenerzen gewinnt. Denn der Hochofen kann den Rohstoff direkt verarbeiten und kommt daher ohne Erzverdichtung oder Verkokung aus.

    Die Ergebnisse

    Die möglichen Umweltschutz- und Kostenvorteile des HIsarna Verfahrens sind groß. Denn das energieeffiziente Verfahren kann den CO2-Ausstoß um bis zu 20 Prozent reduzieren und auf kostengünstigere Rohstoffe zurückgreifen als konventionelle Hochöfen.

    Die Details

    Das Projekt war Teil des internationalen ULCOS (Ultra Low CO2 Steelmaking)-Programms, einer gemeinsamen Initiative der europäischen Stahlindustrie. Die HIsarna Anlage wurde von Forschungs- und Entwicklungsingenieuren bei Tata Steel entwickelt, konstruiert und in Betrieb genommen. Dazu wurde im niederländischen IJmuiden ein ehemaliges Werk zur Entschwefelung von heißem Metall aufgrund seiner guten Schienenanbindung sowie einer Filteranlage mit ausreichender Kapazität ausgewählt. Das zweijährige Projekt wurde von einem technischen Komitee aus ULCOS-Partnern und Rio Tinto beaufsichtigt. Im April 2011 wurde die Anlage für erste Testläufe angeheizt und für ein schnelles Anlaufen 50 Tonnen flüssiges heißes Metall in den Ofen gegossen. Dabei wurden 60 Prozent der Einblaskapazität für eine kurze Zeitspanne erreicht, während sich Parameter wie Kühlverluste und Gaszusammensetzung im grünen Bereich bewegten. Zwei weitere Testläufe sind jetzt angesetzt