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  • Tata Steel präsentiert Stahlrohr-Technologie für den Hyperloop

    24 Oct 2018 | Corporate News

    Auf der diesjährigen EuroBLECH zeigt Tata Steel seinen jüngsten Beitrag zum Entwicklungsprojekt European Hyperloop Program (EHP). Der Stahlhersteller hat verschiedene Designkonzepte für die Vakuumröhre entwickelt und tritt nun in die Prototypenphase ein.

    Zuvor hatte Tata Steel bereits Elektroblech für die Hyperloop-Schiene der ersten europäischen Testanlage im niederländischen Delft bereitgestellt und das Projekt finanziell unterstützt. Aktuell ist Tata Steel auf der Suche nach weiteren Partnern aus der Metallindustrie, die das EHP bei der Entwicklung des innovativen Transportsystems in Europa unterstützen wollen.

    Der Hyperloop ist ein hochleistungsfähiges Hochgeschwindigkeitstransportsystem, das Städte auch mit großen Entfernungen besonders nachhaltig und umweltfreundlich miteinander verbindet. Das gegenwärtige System basiert auf einer Magnetschwebetechnik, mithilfe derer sich Kapseln mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Stundenkilometern durch eine Vakuumröhre bewegen. Da 80 Prozent der vom EHP geplanten Hyperloop-Infrastruktur aus Stahl bestehen werden, konzentriert sich Tata Steel darauf, unter anderem mit festen Leichtbau-Rohren und Schienen aus Elektroblech eine effiziente Konstruktion sicherzustellen.

    „Wir haben uns sehr gefreut, als uns Hardt Hyperloop, das erste europäische Start-up für die Technologie, 2017 als Partner in das European Hyperloop Program eingeladen hat. Nachhaltigkeit ist eines unserer wichtigsten Unternehmensziele und daher passt dieses innovative Mobilitätskonzept ideal zu unserer Vision. Da die Hyperloop Technologie so einzigartig und neu ist, ist der Entwicklungsprozess ziemlich herausfordernd“, sagte Paul de Vries, General Manager Process Development Strip bei Tata Steel.

    Für die Vakuumröhren hat Tata Steel 25 verschiedene Konzepte erarbeitet, mit denen sich sowohl Gewicht als auch Kosten gegenüber den Röhren aus der ersten europäischen Testeinrichtung um die Hälfte reduzieren ließen. Das Referenzmodell ist ein spiralgeschweißtes Rohr mit einer Länge von 30 Metern und einer Breite von 4,5 Metern (innerer Durchmesser). Aus diesen 25 Konzepten wurden nun zwei ausgewählt, um gemeinsam mit der Technischen Universität Delft in den Niederlanden Prototypen im Maßstab von 1:10 zu produzieren und diese dann Drucktests zu unterziehen.

    Eines der beiden ausgewählten Designs ist ein „Rohr-in-Rohr“-Konzept. Falls das finale Design des Hyperloop-Systems größere Röhren erfordert, wird es leichter sein, die Röhren direkt vor Ort zu fertigen als vormontierte Bauteile zur Baustelle zu transportieren. Daher sieht das Konzept vor, dass einzelne Segmente der Röhre erst am potenziellen Ort der Errichtung montiert werden. Eine weitere Option besteht in einer vielflächigen Röhre, die ihre Struktursteifigkeit aus einer in Dreiecken geformten Stahlstruktur erhält. Sie besteht aus flachen, dreieckigen Abschnitten, die durch Falzung des Stahlblechs und die anschließende Formung zu einer Röhre entstehen. Die Möglichkeit des fortlaufenden Schweißens vor Ort wurde mit einbezogen.

    Vor der Entwicklung der Röhrenkonzepte hat Tata Steel bereits Elektroblech für die Schienen der ersten Testanlage des europäischen Hyperloops geliefert, die Hardt Hyperloop 2017 gebaut hatte. Diese Schiene besteht aus zwei Stahlträgern mit Kupferdrähten, welche den Strom leiten und so die Magnetschwebetechnik und den Antrieb der Kapsel ermöglichen. Bei der Versuchsanlage handelt es sich um eine 30 Meter lange Röhre in Delft, in der Hardt die Magnetschwebetechnik, den Antrieb und das einzigartige Schaltsystem in einem Vakuum bei niedriger Geschwindigkeit testen kann. Der nächste Schritt wird die Testanlage für hohe Geschwindigkeiten sein, für die Tata Steel derzeit die Fertigungsmethoden für die Strecke optimiert. Auch die Röhrenkonzepte sollen dort getestet werden.

    Zu den Initiatoren des EHP gehören Hardt Hyperloop, Tata Steel, Royal IHC und Royal BAM, eine Kooperation aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Technologieunternehmen und Forschungsinstituten, welche das Ziel verfolgen Hyperloop-Standards entwickeln. Mit dem Erreichen der Prototypenentwicklung lädt Tata Steel nun auch weitere Unternehmen ein, ihre Expertise und ihre Fähigkeiten mit in das Projekt einzubringen und so die Entwicklung dieses bahnbrechenden Transportsystems zu beschleunigen.

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    Für weitere Informationen:

    Sue-Lane Wood, Tata Steel Europe, Tel: +31 628888965, sue-lane.wood@tatasteeleurope.com

    Ingo Trenkner, pr people, Tel. +49 201 82 14 34 12, i.trenkner@pr-people.de

     

     

     

    Über Tata Steel in Europa

    Tata Steel ist einer der größten Stahlproduzenten in Europa, mit Produktionsstandorten in den Niederlanden und in Großbritannien sowie weiterverarbeitenden Werken in ganz Europa. Das Unternehmen bietet hochqualitative Produkte für anspruchsvolle Abnehmermärkte an, beispielsweise für die Bau-, Automobil-, Verpackungs- und Maschinenbauindustrie. In enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden entwickelt Tata Steel kontinuierlich neue Stahlprodukte, die deutliche Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die gesamte Tata Steel Gruppe ist mit einer durchschnittlichen Produktionskapazität von jährlich 27,5 Millionen Tonnen Rohstahl sowie mehr als 65.000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten einer der weltweit wichtigsten Stahlproduzenten. Der Konzernumsatz belief sich für das Ende März 2018 abgeschlossene Finanzjahr auf 20,4 Milliarden US-Dollar.